Adobe Spark – vier Praxisbeispiele dieser drei tollen Tools (Gastbeitrag)

Adobe Spark – vier Praxisbeispiele dieser drei tollen Tools (Gastbeitrag)

Es braucht nicht viel, um Schülern mit digitalen Tools ein modernes Lernerlebnis zu ermöglichen. 

Realschullehrer Wolfgang Schlicht veranschaulicht dies mit vier Beispielen aus der Praxis.

Über 60 Prozent der deutschen Lehrer und Schüler wünschen sich mehr Kreativität im Unterricht. Dies hat eine Studie über die „Generation Z“ ergeben, die Adobe auf der didacta 2017 vorgestellt hat. Als Mathe- und Physiklehrer im bayerischen Viechtach versucht Wolfgang Schlicht so oft es geht, seine Schüler anzuregen, sich auf kreative Weise mit dem Lernstoff zu beschäftigen. Dafür nutzt er verschiedene Werkzeuge und Plattformen, wie beispielsweise Spark oder die Lehrerplattform Education Exchange. Viele seiner Fachkollegen möchten ihren Unterricht ebenfalls durch digitale Werkzeuge zeitgemäßer gestalten. Wolfgang Schlicht zeigt anhand von vier Beispielen, dass dies günstiger und einfacher geht als gedacht.

Mit digitalem Storytelling zum Lernerfolg

Werden Schüler vom „User zum Creator“, verinnerlichen sie schwierig empfundenen Stoff viel besser. Mit kostenfreien Werkzeugen wie Adobe Spark kreieren Anwender schnell und einfach animierte Videos, Webpräsentationen oder SocialPosts. Der Vorteil dabei: Der technische Aufwand ist sehr gering. Die Bedienung der webbasierten App ist selbsterklärend und die angebotenen Inhalte wie zum Beispiel Bilder, Icons und Musik sind lizenzfrei und damit bedenkenlos einsetzbar – für den Schulunterricht ein großer Vorteil. Nicht zuletzt hat sich das Tool bewährt, weil es nur eine überschaubare Palette an Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten für Erklärvideos oder Seiten bietet. Die Schüler können sofort starten und konzentrieren sich automatisch auf das Wesentliche – nämlich die Inhalte.

STORYTELLING IN DER PRAXIS 

Beispiel 1: Schwere Theorie leichter verinnerlichen

„Vielen Schülern fällt es schwer, mathematische Zusammenhänge gezielt anzuwenden. Wenn ich sie als Hausarbeit animierte Erklärvideos zu dieser Theorie erstellen lasse, fällt es ihnen leichter, diese später in die Praxis umzusetzen. Viele Schüler erstellen die Videos gemeinsam, investieren viel Freizeit. Das fördert Teamfähigkeit und Zeitmanagement auf eine Weise, wie es im Unterricht nur bedingt möglich ist.“

Beispiel 2: Experimente besser verstehen

„Führen Schüler in den naturwissenschaftlichen Fächern Experimente durch, kann ich als Lehrer nicht an jedem Versuchstisch gleichzeitig helfen. Haben sie Fragen zum Aufbau und Verlauf des Versuchs, können sie sich durch eine mit Spark erstellte Präsentation Hilfe holen. Weil sich in Spark zum Beispiel auch Videoclips integrieren lassen, gelingen sehr anschauliche Anleitungen.“

Beispiel 3: Schülerprojekte kreativ dokumentieren

„Gesunde Ernährung ist ein gängiges Thema im Projektunterricht. In einem Projektkurs haben die Schüler, eine Kollegin und ich ein Kochbuch in gedruckter Form produziert. Ein großer Aufwand für alle und mit hohen Kosten verbunden. Im nächsten Kurs werde ich dafür Spark einsetzen. Und zwar so: Mit dem Smartphone dokumentieren Schüler Vor- und Zubereitung Schritt für Schritt. Dann fügen sie eigene Bilder und Videos in Spark zu einem animierten Video zusammen und ergänzen diese mit Texten. Die Ergebnisse werden dann mit Hilfe von Adobe Spark Page in Form einer Kochwebseite gesammelt und mit weiteren Bilder und Texten ergänzt. Das Ganze funktioniert ohne Programmierkenntnisse und ist sofort im Internet abrufbar. Um das Projekt zu bewerben, verwenden die Schüler Adobe Spark Post und erstellen schnell und einfach digitale Werbeflyer, die man natürlich auch noch ausdrucken kann.“

Beispiel 4: Schüleraustausch

„Damit sich meine bayerischen Schüler und die Kinder der Londoner Partnerschule vor dem nächsten gegenseitigen Besuch besser kennenlernen, setzen wir auf Video-Porträts. Eine Maßnahme, die die Youtube-Generation liebt! Die Videos sind als Teil einer Spark Page Webseite abrufbar und werden dort später um die Projektdokumentation ergänzt. Keine Sorge wegen des Datenschutzes. Spark-Produkte sind nur dann öffentlich abrufbar, wenn sie aktiv auf ,entdeckbar‘ geschaltet werden. Andernfalls kennen nur die Beteiligten den Browser-Link.“

Hier gibt es Tipps für die Unterrichtsgestaltung Weniger technikaffine Kollegen fragen mich oft, wie sie sich das Know-how aneignen können. Ich selbst nutze Education Exchange. Das ist ein kostenlos nutzbares Online-Netzwerk für Lehrer, das Adobe jetzt auch auf Deutsch veröffentlicht hat. Dort finden Lehrkräfte Ressourcen für den Unterricht oder zur beruflichen Weiterbildung und können sich mit Fachkollegen weltweit austauschen.

 

Über den Autor:

Wolfgang Schlicht ist Mathematik-, Physik- und IT-Lehrer an der Staatlichen Realschule Viechtach. Als Leiter der Projekte „Referenzschule für Medienbildung“ und „Tabletklassen“ beschäftigte er sich in den letzten Jahren mit dem sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht. In den Projekten „Lernreich2.0“, „Unterricht digital“ und „Digitale Schule 2020“ der Stiftung Bildungspakt Bayern ist er derzeit als Teilnehmer, Referent und Berater stark involviert und arbeitet mit vielen Kollegen und Schulen schulartübergreifend zusammen. Als Adobe Education Leader steht ihm ein weltweites Netzwerk von kreativen Kollegen und Experten zur Verfügung, von denen er sich gerne inspirieren lässt und mit denen er gemeinsame Schulprojekte durchführt. Das Hauptaugenmerk seiner Arbeit ist dabei stets den Schüler in eine aktivere Rolle zu versetzen und ihn vermehrt vom Konsumenten zum Produzenten zu machen.

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