Der Event- Blues: meine Eindrücke von wes4.0 in Karlsruhe

Der Event- Blues: meine Eindrücke von wes4.0 in Karlsruhe

Durch enge und freundschaftliche Kontakte in mein zweitliebstes Bundesland entstand Ende letzten Jahres die Idee, einen Fortbildungsevent an der tollen Walter- Eucken- Schule in Karlsruhe zu organisieren. Nachdem schnell Partner, Sponsoren und Helfer an Bord waren und wir nahezu überall offene Türen vorfanden (man kann nicht von allen geliebt werden :), nahm der Event schnell Fahrt auf. Nachdem nun auch schnell tolle Referenten akquiriert werden konnten und sich alles gut anfühlte, gingen wir mit der Planung ins Feintuning. Wir, das ist das wundervolle Team der Walter- Eucken- Schule (WES), geführt von Herrn Pauli und organisatorisch angetrieben durch Saskia Ebel. Nachdem die Agenda stand, übernahm die WES die Planung vor Ort und faszinierte mich durch Engagement und Herzblut. Es deckte sich 1 zu 1 mit meiner Art, solche Dinge zu planen und erleichterte mir Alphamännchen das Abgeben von Verantwortung. Ich hatte volles Vertrauen und fand dann zu Eventbeginn eine perfekt geplante Veranstaltung vor. Catering, Foodtrucks, Bühnenaufbau, Raumtechnik, Personal…. genau wie es auf Papier stand. Nur besser! Da störte auch nicht, dass die WLAN Verbindung am Vortag derart kollabierte, dass wir statt der 120 Leihtablets nur etwa 60 bespielt bekamen. Nein, es war egal, denn es herrschte eine tolle und optimistische Grundstimmung, die Fehler vergessen ließ. Die Aussteller standen professionell am rechten Platz und waren sehr kooperativ. Die Planung war, dank Tanja Bauer von der Fa. Bechtle, sensationell. Gerade beim ersten Event dieser Art ist dies immer ein heikler Punkt. Passt alles? Erwarten wir Tumulte, weil Firma A einen vermeintlich schlechteren Platz hat als Firma B? Oder hat Firma C wieder Zug im Rücken und protestiert? Ja, wir sind alle Menschen und eines habe ich gelernt bei der Planung eines solchen Events. Alle Sorgen und Nöte sind Ernst zu nehmen. Nur dann wird es ein guter Event. Das geht von den Hunderten von Mails im Vorfeld (die Saskia alle geduldig beantwortete) über die Wünsche der Aussteller bis hin zu traurigen Schülern, die im Eifer des Gefechtes angemault wurden. Als die ersten Gäste am Donnerstag eintrudelten, wich langsam die Anspannung und als es nach einer Stunde mit 350 Gästen (insgesamt waren mehr als 400 Gäste an den beiden Tagen da), 70 Firmenvertretern, 50 Referenten und zahlreichen Schülern knallvoll war, überwog die Freude. WES4.0 war geboren und erfolgreich! Eine länderübergreifende Kooperation von Kollegen und Kolleginnen, die nur ein Ziel haben… Schule zu verändern. Das Gefühl, ein paar Hundert Menschen zu sehen, die neugierig und motiviert dabei helfen wollen, ist unbeschreiblich. Das Gefühl, wirkliche Freunde dabei gewonnen zu haben, die einem immer wieder das Vertrauen schenken und weite Strecken auf sich nehmen, um dabei zu sein oder aktiv mitzuwirken, ist noch schöner.

Der erste Tag war der gefühlt etwas regere. Er war sehr lebhaft und strotzte voll Energie. Ein Eindruck, den mir die anwesenden Aussteller bestätigten. Die Workshops waren gut besucht, die Gespräche intensiv und neben der bereits im Vorfeld bekannten Absage meines lieben Freundes, Anselm, blieb eine weitere erwartete Katastrophe aus. Alles lief flüssig und entspannt. Dies ist besonders dem Team der WES und den grandiosen Leistungen der SchülerInnen zu verdanken, die den Gästen den ganzen Tag das Gefühl gaben, willkommen zu sein. Ich danke euch, wenn ihr dies lesen solltet!

Inhaltlich ging das Konzept auf, sowohl die digitalen Neulinge mit Ideen, Anregungen und Tools zu bedienen, als auch schulentwicklerische Themen anzubieten, die zum Teil auf einem anderen Level diskutiert wurden. Es sollte die breite Palette medienpädagogischer Themen sein, die von Coding über Virtual Reality bis hin zu Workshops reichte, die sich mit konzeptioneller Arbeit auseinandersetzten. Der zweite Tag schien entspannter und insgesamt ruhiger. Mein Eindruck, dass hier und da die Luft raus war, wurde von vielen Seiten nicht bestätigt, vielleicht war sie nur bei mir raus. Ich nehme da meinen Gastgeberstatus sehr ernst und nutze die nächtlichen Vernetzungsmöglichkeiten bis zum letzten aus. Das Toro am ersten Abend und das Bratar am zweiten erwiesen dafür sich als gute Wahl.

Ich möchte gar nicht zu sehr ins Detail gehen, wollte nur irgendwie DANKE sagen. Danke an die vielen Beteiligten, danke an Saskia und das Team WES (Piere und Herr Pauli allen voran) und ein dickes fettes danke an die tollen SchülerInnen. Danke an die Referenten, Richard Heinen und Saskia Esken, den beiden tollen Keynotesprecher(innen). Danke an Bob Blume dafür, dass er mir nichts, dir nichts einen Workshop übernommen hat und danke an alle, die an solchen Tagen eigene Lösungen für ihre Probleme finden und das Ziel, den Anwesenden einen tollen Tag zu bescheren, immer im Auge halten und mir den Rücken frei halten. Ihr seid großartig und ohne euch hätten wir es mal wieder nicht geschafft.

Kennt ihr das? Ihr wart auf einem Festival oder im Urlaub und der Alltag hat euch danach wieder? Es ist der Blues, der mich hat…

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