Ein Blick über meine Schulter

Ein Blick über meine Schulter

Ein Blick über meine Schulter

Da viele Menschen mich fragen, wie ich mit dem iPad arbeite und welche Programme ich benutze, will ich in diesem Rahmen einige Apps vorstellen und wie ich diese in Kombination mit anderen Apps verwende. Dabei möchte ich auch außerhalb von Apps auch noch einige Webanwendungen vorstellen, die mir dabei helfen, meinen Alltag zu überstehen. Diese Variante ist total subjektiv, wahrscheinlich nur für meinen Arbeitsrythmus zu gebrauchen, doch ich hoffe, diese Beschreibung kann einigen helfen, den Wust an Apps und deren Nutzen zu überblicken.

Mails

Ich benutze relativ viele Apps, die das iPad schon mitbringt. So die Mail-App: Sie hat den Vorteil der Synchronisierung der iCloud-Konten zwischen meinen iDevices. Es funktioniert recht ordentlich, nachdem das letzte große iOS-Update noch die Möglichkeit Bilder direkt in Mails einzufügen, implementiert hat, benutze ich Mail mit mehr Freude. Mein doch nahezu abgestoßenes GoogleMail-Konto habe ich in die dazugehörige GMail-App ausgelagert, aus Neugier eher als aus Nutzen. Für Emails finde ich die mitgelieferte App ideal.

Internet

Für’s Browsen im Internet verwende ich den mitgelieferten Safari-Browser. Den wiederum benutze ich, da iOS es verbietet, neue Standard-Apps festzulegen. Lieber würde ich, da ich diesen auch auf meinem iMac benutzte, den Google Chrome-Browser verwenden. Aber leider ist es doch einfacher sich mit Safari zu arrangieren. Hervorzuheben ist hier die “später lesen”-Funktion, die es ermöglicht aus Zeitgründen angefangen Artikel, oder Seiten, zu “parken” und diese dann auf anderen Geräten zu beenden. Da ich, wie schon erwähnt auf dem Mac einen anderen Browser in Benutzung habe, braucht es für dieses Feature ein externes Programm. Hierfür hat es Pocket auf meine Geräte geschafft. Es bietet ein Java-Plug-In für den Safari, welches Links der zu lesenen Seite an den Server der Pocket-Leute weitergibt. In der App werden die Artikel nach Wunsch in einer angenehmen Lese-Ansicht angezeigt. Poket gibt es für alle Geräte – sonst kann man auf der entsprechenden Internetseite die Artikel lesen. Für das iPad ist Safari also nicht zu ersetzen, Chrome braucht sich jedoch nicht zu verstecken.

GTD – Getting Things Done

Für die Aufgabenverwaltung benutze ich, nach einigem Testen von anderen Anbietern, wie die Wunderlist von den 6Wunderkindern, die Apple-eigene Aufgaben-App. Der integrierte iCloud-Sync ist für mich unerlässlich und ein Totschlagargument. Zwar bieten mir andere Apps auch den Sync, aber diese Apps sind arg aufgebauscht und für meine einfachen Aufgaben auch zu viel.

Kommunikation

Zur Kommunikation benutze ich einfach die Nachrichten App. Die pusht mir Nachrichten direkt auf alle Geräte, was manchmal zu einer Art Mini-Hesbos-Konzert in der Wohnung führt, da meine Geräte unterschiedliche Klingeltöne eingestellt haben, klingelt es meistens zeitgleich aus verschiedenen Ecken – beste Hilfe hierfür: Ton aus! Für Whatsapp und den Facebook-Messenger habe ich nicht viel übrig, da es im Falle von Whatsapp mir zu unsicher ist und Facebook sich mir langsam entfremdet. Zu Facebook kann ich sagen, dass ich auf meinen iOS installiert ist, aber alle Pushs deaktiviert. Ablenkung habe ich schon genug, brauche ich nicht noch mit Aufforderung. Dafür ist Twitter ein mir allzu ans Herz gewachsenes Kommunikationsmedium geworden. Twitter zwitschert bei mir über das kostenpflichtige Tweetbot von Tabbot, sowohl auf dem iPhone, als auch auf dem iPad fallen hierfür Kosten an, aber diese sind meiner Meinung nach gerechtfertigt. Das Design ist klar und strukturiert, das habe ich auf anderen Twitter-Clients schon anders gesehen. Auch hier ist das herausragende Argument der Sync. Leider ist mir der Client für den Mac mit mehr als 15€ mir ein wenig zu viel, aber – wieso auch immer – mag ich nicht gerne auf den Mac twittern oder die Timeline verfolgen.

Arbeit

Für die alltägliche Arbeit, also schreiben, lesen und was man noch so machen muss, benutze ich einen Coctail von Apps. Meine Daten halte ich hierfür mit Dropbox im Einklang. Dank der Werbung, welche ich hierfür betrieben habe, habe ich ein Datenvolumen von knapp über 20GB, statt der standartmäßigen 2GB, zu Verfügung. Ich glaube die Dropbox wird von allen Systemen unterstützt. Hier habe ich so ziemlich alles – an Dokumenten – drauf, was ich brauche. Für die Organisation benutze ich sowohl die hauseigene Dropbox-App als auch den GoodReader, den ich hier aber nicht weiter beschreiben werde, da ich das schon gemacht habe und er auch gleich noch Erwähnung findet. Die oft vermisste Dateistruktur ist mit der Dropbox auch auf iOS wieder gegeben. Viele Dokumente schreibe ich gerne mit dem iPad. Mit ein wenig Übung ist die Sofware-Tastatur auch gut zu nutzen. Wer diese nicht mag, kann sich eine von massig erhältlichen Bluetooth-Tastaturen beschaffen. Größere Arbeiten für die Uni schreibe ich dann doch lieber am Mac (ja, für Macs gibt es auch Microsofts Office) daheim. Das liegt zum einen an den Vorgaben der Uni, aber auch das fehlende “echte” Multitasking mit mehreren Fenstern hat damit zu tun. Auf dem iPad benutze ich gerne Pages, der Funktionsumfang reicht für Briefe, kurze Texte und Arbeitsblätter vollkommen aus. Seit einem Update kann man auch seine Dokumente aus der App einer anderen übergeben – Zack, ab auf die Dropbox damit! Schöne, neue Technikwelt!

Nicht nur die Dropbox profitiert von diesem Feature, auch mein WLAN-Drucker von EPSON wird, dank einer App gefüttert – hierzu später mehr. Präsentationen erstelle ich mit Keynote. Präsentationen sind schnell zusammengetoucht und sehen ansprechend aus. Dokumente auf Kohlenstoffbasis werden via iPad mit der DocScanHD gescannt – hierzu noch ein kleiner Hinweis: Es reicht die kostenlose Variante aus um Dokumente an andere Apps weiterzureichen. Zwar gibt es die Möglichkeit seine Dropbox oder ein WebDAV-Laufwerk einzurichten, dafür wollen die Damen und Herren aber Geld sehen. Über die auswählbare Laufwerken gibt es den Button “In einer anderen App öffnen” und man kann per Hand die gewünschte App auswählen. Aber zurück zur Funtion: Mit der App ist es Möglich, Fotos von Arbeitsblättern oder Briefen zu schießen und diese dann als PDF zu speichern, leider ohne Texterkennung. Für’s schnelle Archivieren von Dokumenten reicht die App völlig aus. Will man mehr, so wie ich manchmal, oder man ist nicht unterwegs und hat Zeit, dann benutze ich die schon eben erwähnte App von EPSON, die spricht auch mit dem Scanner und schickt die Dokumente übers WLAN auf’s iPad, dank der Intergration von der Dropbox, ist das Dokument auch schon da wo es hinsoll.

Um mein iPad auch als Notizblock zu benutzen, verwende ich Noteshelf. Hier schreibe ich mit meinen AluPen von Justmoblie wie auf einem Block schnell mit. Noteshelf lässt mich mehrere Notizbücher mit verschiedenen Linierungen oder Karrierungen erstellen, da bleibt auch alles in Ordnung. Eine Exportfunktion verwandelt das Notizbuch in eine PDF-Datei auf die Dropbox. Alternativ habe ich mir Penultimate von Evernote angeschaut, für mich leider nicht so gut, da ich aber auch nie mit Evernote warm geworden bin. Mit Evernote muss ich mich aber beschäftigen, da ich viele Bildbearbeitungen oder Annotierungen von Bildern mit Evernotes Skitch mache. Für mich das einfachste und umgänglichste Programm für diese Aufgabe und dank Sync auch auf den anderen Geräten einsehbar.

Freihand

Wie eben schon erwähnt, gebe ich meine Notizen via Noteschelf handgeschrieben ein. Durch die Möglichkeit des Scannens möchte ich auch gelegentlich meine Briefe, Arbeitsblätter und auch die Folien meiner Dozenten beschriften. Das mache ich mit dem oft erwähnten GoodReader. Der Gute lässt es zu PDFs zu annotieren. Kreative Arbeiten, eher für mich privat, aber ich kann mit auch gut vorstellen, dass es im Kunstunterricht zu gebrauchen wäre, benutze ich Sketchbook Pro. Das Programm ähnelt in seinem Umfang Adobes Photshop. Man kann mehrere Ebenen einfügen, diese verbinden, die Deckkraft festlegen… Alles, was man von Photoshop kennt. Für kleine Skizzen ist diese App aber zu komplex, dafür kann ich das von Apple prämierte Paper empfehlen. Diese anfangs kostenlose App bietet das Einfachste um auf dem iPad zu zeichenen – ein weißes Blatt und einen Stift. Will man mehr, so muss man z.B. für einen Pinsel bezahlen. Nettes Konzept meiner Meinung, da man sich so die App seinen persönlichen Präfernezen gestalten.

Nachrichten, Fernshen und Co.

Mittlerweile gibt es keine Tageszeitung mehr bei mir auf dem Frühstückstisch- die wöchentlich erscheinende “Zeit” mal ausgenommen. Die täglichen Nachrichten beziehe ich über RSS-Reader. RSS ist echt alt, hat mich Jahrzehnte nicht interessiert, aber mit den Möglichkeiten des iPads erlebt es bei mir eine Renaissance. Persönlich organisiere ich meine RSS-Feeds über Google Reader, das muss man aber nicht, es gibt auch Möglichkeiten diese direkt in eine App zu laden, aber dann fällt die Synchronisation wieder weg. Für den Google Reader gibt es den Reeder, dieser stellt die Artikel, die ich abonniert habe, optisch optimiert da. So fällt es kaum auf, dass ich eine Internetseite lese. Es sieht eher aus wie ein Zeitungsartikel oder in einem Magazin. Reeder verwendet für diese Darstellung Readability. Der “Später-lesen”-Dienst Poket ist auch mit an Board sowie die Möglichkeiten Artikel via Mail oder als Nachricht zu versenden oder diese auf Twitter oder Facebook zu posten. Reeder gibt es für alle iOS-Geräte und für den Mac. Euros müssen für jede Plattform gezückt werden. Als kostenlose Aternative gibt es noch Flipboard, welches ebenfalls mit dem Google Reader arbeitet.

Fernsehen ist für mich zwar nicht der Hauptverwendungszweck des iPads, aber man kann es damit tun – also warum nicht. Auf meinem iPad haben es die Mediatheken vom ZDf und Arte geschafft, die mobile Internetseite der ARD hat bei mir ein Icon auf dem Homescreen. Zusätzlich findet sich dort der Zatoo-Player, der alle öffentlichen Sender und noch ein paar private wie Sport1 und DMAX, wiedergibt. Dieser Player ist für Live-Fernsehen sehr gut, umsonst und einfach zu bedienen. Einzig die Werbung vor Beginn des Sendens und bei Senderwechsel ist nervig, aber aushaltbar. Für Filme, die auf meinem Mac liegen, benutze ich Airvideo. Mit Hilfe des, auf dem Rechner (Mac/PC) installierbaren Server verwandelt dieser Player alle Formate in auf dem iPad abspielbare MPEG4-Formate. Sollte ich mal nicht zu Hause sein und trotzdem eine inkompatibles Video auf dem iPad gucken wollen, verwende ich den ACE-Player. Dieser öffnet alle Formate, was die Batterie hüpfen lässt, da der Prozzesor wohl ziemlich ausgelastet wird. Neuerdings gibt es Whatchever, ein Service, der Fime und Serien auf das iPad streamt. Ich teste gerade die App dank eines Gratismonats. Mal sehen, ob es nach Ablauf des Monats, weiterhin auf dem Pad bleibt.

Automatisieren

Im Gegensatz zum Mac kann man bei dem iPad leider keine Automatismen innerhalb des Systems anlegen. Hierfür gibt es eine Internetseite, die bestimmte Speicherungen oder Veröffentlichungen für einen übernimmt. IFTTT heißt die Seite, ausgeschrieben: “if this than that”. Klingt logisch – ist es auch! Wenn ich zum Beispiel ein Foto auf meine Dropbox ziehe, kann es mit Hilfe der Seite dieses auch auf das Google Drive gelegt werden. Ein anderes Beispiel ist die Möglichkeit Fotos, die ich auf Instagram schieße, auf meine Dropbox zu legen. Wenn ich bei Poket etwas mit einem Stern markiere, also es als erachtenswert oder als bemerkenswert erachte, dann wird eine PDF auf meiner Dropbox abgelegt. Wieder steht bei diesen automatisierten Vorgängen meine Dropbox im Mittelpunkt. Aber auch soziale Netze können via IFTTT begütert werden. Wenn ich diesen Artikel veröffentliche, wird relativ zeitnah eine Mitteilung auf Twitter losgelassen, die meinen FollowerInnen mitteilt, dass es was neues auf unserem Blog gibt. Dieses geschieht mit der gleichen Nachricht auf Facebook. Werbung ist ja nun mal Alles! Was noch ganz nützlich ist, aber eher als nettes Gimmik zu verstehen, ist die Möglichkeit den Wetterdienst anzuzapfen. Sollte es morgen Regen geben, bekomme ich eine Push-Nachricht via Twitter, dass ich morgen besser einen Regenschirm mitnehmen sollte.

Diesen Artikel habe ich mit Blogsy getippt, welches ein WordPress-Editor ist, der handlicher als die offizielle WordPress-App ist.

Ich hoffe ich habe meine Apps und meine Arbeitswege nicht zu nerdig oder kompliziert geschildert. Für Nachfragen, Anregungen oder auch Danksagungen benutzt doch die Kommentarfunktion.

Hier die Liste der Apps:

Gmail: E-Mail-Dienst à la Google – Google, Inc.

Chrome – Google, Inc.

Pocket (Formerly Read It Later) – Idea Shower

Wunderlist – 6 Wunderkinder

Tweetbot — Der Twitter Client mit Charme für das iPad – Tapbots

Dropbox – Dropbox

GoodReader for iPad – Good.iWare Ltd.

Pages – Apple

Keynote – Apple

Epson iPrint – EPSON

Noteshelf – Ramki

Penultimate – Evernote

Evernote – Evernote

Skitch – Evernote

SketchBook Pro for iPad – Autodesk Inc.

Paper by FiftyThree – FiftyThree, Inc.

Reeder for iPad – Silvio Rizzi

Flipboard: Deine soziale Nachrichten Zeitschrift – Flipboard Inc.

TV DIGITAL: Zattoo Live Fernsehen – Zattoo Europa AG

Air Video – Watch your videos anywhere! – InMethod s.r.o.

AcePlayer -leistungsstarken Media Player – Ranysoft

Watchever – zaOza

Blogsy – Fomola

Comment ( 1 )

Post a Reply

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.