Microsoft Office auf dem iPad – my two Cents

Microsoft Office auf dem iPad – my two Cents

Okay, alle einschlägigen Magazine haben bereits darüber geschrieben und lange mussten wir warten. Microsoft hat vor einigen Wochen das einschlägig bekannte Office Paket für das iPad herausgegeben. Offiziellen Quellen zufolge wurde es in wenigen Wochen bereits 27 Millionen Mal heruntergeladen und man kann sicherlich von einem großen Erfolg sprechen. Downloaden heisst ja aber nicht gleich Nutzen… was also ist dran an der Möglichkeit, MS Office auf dem iPad zu nutzen?

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Vorweg, alle drei Apps (Excel, Word und Powerpoint) stehen kostenfrei zum Download zur Verfügung und bieten in diesem Umfang die Möglichkeit, entsprechende Dokumente (doc., docx.) anzuschauen und zu drucken. Mehr geht damit allerdings erst einmal nicht! Für Editierfunktionen benötigt man ein MS Office 365 Abo, das mit 70 – 100 Euro im Jahr zu Buche schlägt. Was bietet dieses Abo? Neben dem vollen Umfang der App, also der Möglichkeit, Dokumente zu erstellen und zu bearbeiten, erhält man als Aboinhaber 20 GB Speicherplatz bei One Drive und 60 Minuten Gesprächsguthaben bei Skype. Es gibt verschiedene Abomodelle, die sich auf der MS Seite übersichtlich dargestellt anschauen lassen.

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Testweise habe ich mir ein Abo über vier Wochen zugelegt (und leider auch bereits einen Monat weiterzahlen müssen, da ich nicht gekündigt hatte) und mir viel Mühe gegeben, die Apps aktiv zu nutzen. Prinzipiell haben sie ein sehr frisches Design, sehen bekannt und doch aufgemotzt aus. Auch nach zwei Jahren ohne Microsoftprodukte fiel mir der Zugang leicht. Das mag ich. Und ich weiss, dass es vielen meiner Kollegen ähnlich geht. Der Umstieg auf ein neues Textverarbeitungsprogramm wie Pages ist nach langer Office Nutzung sicherlich ein großer Schritt für viele User. Word wie auch Powerpoint (aufgrund meiner persönlichen Abneigung Tabellen gegenüber kann ich über Excel nicht wirklich eine Aussage treffen)  bieten in der Tabletversion ein gutes und ausreichendes Angebot an Funktionen und Möglichkeiten, so dass eigentlich davon gesprochen werden kann, hier eine vollwertige Officeanwendung vorzufinden. Sieht man von Serienbrieffunktionen und ähnlichen Funktionen ab, gibt es kaum etwas, dass im Schulbetrieb fehlen würde. Um ehrlich zu sein fiele mir nichts ein im Moment. Powerpoint ist ein bekannter Garant für das intuitive Erstellen von Präsentationen und funktioniert super. Das Bearbeiten per Finger, der Finger als Laserpointer und eine Vielzahl an Templates, Effekten und Animationen stehen Keynote in kaum etwas nach.

Fazit: Microsoft hat ein solides Produkt auf den Markt gebracht, das sicherlich dazu führen wird, dass einige Schulen und Kollegen den Schritt in die Apple-Welt eher wagen werden, da sie die altbekannte Oberfläche vorfinden. Das Handling gefällt, das Design auch. Problematisch sind für mich allerdings zwei Sachen. Erstens, die Bedeutung des kooperativen/ kollaborativen Arbeitens wird immer größer und da hat Microsoft leider große Schwierigkeiten. Eigene Tests und die Internetrecherche ergaben, dass dies tatsächlich noch kränkelt. Naja, bei iWork in der iCloud sieht es ja auch nicht besser aus. 😉  Da hat Google einfach um Längen die Nase vorn, das muss man neidlos anerkennen. Zweitens finde ich die Abobindung mehr als problematisch und störend. Das gefällt mir ganz und gar nicht und ist, rechnet man es hoch, auch richtig teuer. Office 2007 hatte ich sechs Jahre in Nutzung… bei oben genanntem Preis sicherlich keine Freude. Sinnvoll erscheinen mir diese Apps für unsichere Kollegen oder Kollegen, die zuhause mit Microsoftprodukten arbeiten und tatsächlich Microsoft 365 und One Drive nutzen. Ich für meinen Teil brauche diese Anwendungen nicht, da ich mit dem Funktionsumfang der kostenlosen (!!!) iWork Produkte absolut zufrieden bin und die Kompatibilität zu der weitgehend Microsoft dominierten Umwelt großartig funktioniert. Testen Sie es selbst.

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