digital storytelling

Ein weiteres tolles Präsentations- und Storytellingtool von Adobe: Adobe Slate

Adobe ist aus der PC Welt seit Jahrzehnten nicht wegzudenken und spielt zunehmend im Bereich der Tablets (insbesondere des iPads) eine größer werdende Rolle. Dies kommt durch ein ganzes Bundle toller Apps, die zusammen mit der Adobe Creative Cloud eine fantastische Alternative im Bereich der Bildbearbeitung aber auch der Präsentationstechniken bieten. Mein absoluter Favorit bislang ist hierbei Adobe Voice, HIER und HIER habe ich bereits darüber geschrieben.

Nun kam neulich ein weiteres Tool auf den Markt, Adobe Slate, dessen Schwerpunkt auch auf dem Präsentieren liegt, jedoch mit einem visuellen Fokus, keinem auditiven. Vom Aufbau allerdings ähneln sich Adobe Slate und Adobe Voice sehr und auch der kleine Wermutstropfen, nämlich das zwangsweise Anmelden zu Beginn, wurde natürlich übernommen. Ärgerlich.

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Nach dem Einfügen eines ersten Bildes, bieten sich unten weitere Möglichkeiten, Präsentationen und visuelle Geschichten zu erstellen. Dazu gehören Texte in verschiedenen und ansprechenden Layouts, Fotos, Links und weitere Fotodarstellungsmöglichkeiten. Diese Fotocollagen(u.a.) kann man dann wieder beschriften und mit Texten unterlegen.

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Adobe Slate versteht es, sehr anspruchsvolle und stylistisch niveauvolle Geschichten und Präsentationen zu stellen, die man durch einfach “Scrollen” in einer Art Magazin- Format abspielen lässt. Somit werden Worte und Bilder schön miteinander verbunden und bieten eine interessante Alternative zu anderen Präsentations- und Storytellingtools. Ich finde, Adobe schafft es ganz hervorragend, intuitive Oberflächen anzubieten, die ansprechende Ergebnisse hervorbringen, ohne lange Einarbeitungszeit zu benötigen. Bislang ist Adobe im Bereich des digitalen Geschichtenerzählens die Referenz, das steht fest. Die App ist kostenlos.

Leider liegt bislang noch nicht die Möglichkeit vor, die erstellte Story/ Präsentation in der Foto App abzuspeichern, wie es seit neuestem bei Adobe Voice der Fall ist. Fertige Ergebnisse müssen zu Adobe hochgeladen werden und können per Link verteilt werden. Schulisch natürlich ungünstig. Da dies aber auch (vermutlich aufgrund des großen Erfolgs der App) bei Adobe Voice nachgesteuert wurde, bin ich guter Dinge.

 

Storytelling mit Adobe Voice

In der 10. Klasse Realschule nehme ich das Thema “Nationalsozialismus” durch. Eine zugegebenermaßen gleichsam wichtige wie auch langwierige Unterrichtseinheit. Eine Unterrichtseinheit, bei der es manchmal aufgrund des schweren Themas auch emotional wird. Diese Emotionalität, die durchaus dazu beiträgt, dass die Schüler geistig anwesend bleiben, habe ich vor einigen Monaten zu nutzen versucht. Ich fand es meistens sehr kühl und inhaltlos, wenn die Schüler Ereignisse wie die Reichskristallnacht zusammenfassend zu Papier brachten. Es fehlte ihnen oft an Tiefe und auch an ausreichender Ausdrucksfähigkeit. Mir erschien Adobe Voice hier ein gutes Einsatztool, um die Emotionalität und Anteilnahme im Unterricht zu nutzen und so erstellen die Schüler in regelmäßig Abständen Podcasts bzw. visuell untermalte Geschichten. Ich habe hier ein paar herausgenommen, die aus unterschiedlichen Arbeitsaufträgen stammen. Eine Wertung bei der Auswahl nehme ich nicht vor, es ist eine willkürliche Wahl, mit der man hoffentlich die Einsatzmöglichkeiten dieser fantastischen App erkennen kann.

Digitales Geschichtenerzählen

Tablets bieten durch die multifunktionale Bedienbarkeit die Chance, meinen Unterricht so zu gestalten, wie es mir vorher nicht möglich war.  Eine dieser Einsatzmöglichkeiten ist das Storytelling (Geschichtenerzähler) bzw. das Nutzen der Aufnahmefunktion für Podcasts, Interviews, etc.

An dieser Stelle möchte ich einige Szenarien mit dem, will man Twitter glauben, “next big thing” auf dem Appmarkt vorstellen, Tellagami. Tellagami bietet durch das Erstellen eigener Avatare und Hintergründe vielfältige Möglichkeiten nicht nur im Sprachenunterricht. Es können allerdings lediglich 30 sekündige Aufnahmen erstellt werden, was sich in der Praxis aber meistens als sehr sinnvoll herausstellt, da meine Schüler Probleme bei der Reduzierung und dem Filtern von Informationen haben. Diese 30 sekündigen Aufnahmen werden als Videos in der Foto App gespeichert und sind somit von allen anderen Apps nutzbar. Für den Englischunterricht habe ich Tellagami bislang in folgenden Situationen eingesetzt:

  • The Story of my Life – Digital Storytelling
  • Point of View Technik
  • Roleplays
  • Vorstellen (historischer) Charaktere
  • Introducing yourself

Darüber hinaus ist Tellagami auch toll einsetzbar in allen anderen Fächern:

  • Tutorials/ Erklärvideos
  • Personenbeschreibungen aus der Ich- Perspektive
  • Inhaltsangaben, Gedichte…

Der Markt ist voll von Storytelling Apps, ich möchte hier einige weitere kurz vorstellen, die ich als sehr gut erachte. Ich möchte einige hier auflisten, detailliertere Beschreibungen folgen in einem späteren Artikel.