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3G-Modems für Laptops boomen

NachrichtenTablets 15. September 2008 05:21 PDT

Laut einem Analysten von ABI Research am Freitag fliegen schnelle Mobilfunkmodems für Laptops aus der Tür, während Geschäftsanwender auf die Straße gehen und es satt haben, nach Wi-Fi-Hotspots zu suchen.

Der Absatz der Modems stieg von 2006 bis 2007 um etwa 300 Prozent, und der Jahresumsatz soll bis 2013 22 Milliarden US-Dollar übersteigen, so der Analyst Dan Shey, der einen am Freitag veröffentlichten Bericht über den Trend verfasst hat. Das sind 3 Milliarden Dollar im Jahr 2007.

Das Wachstum sei phänomenal gewesen, sagte Shey in einem Interview. Sinkende Preise für Geräte und Dienste seien ein Faktor, bemerkte er. Die heißeste Art von Laptop-Modem für 3G- (dritte Generation) und 3,5G-Konnektivität ist der USB-Dongle (Universal Serial Bus), sagte Shey. Interne Mini-PCI-Modems sowie Karten, die in PC Card-Steckplätze geschoben werden, sind ebenfalls erhältlich.

Es gebe immer noch einen Nachholbedarf für solche Modems, vor allem wegen der Bequemlichkeit, sie in einem breiten Abdeckungsbereich verwenden zu können, sagte Shey. Die Verfügbarkeit schneller Mobilfunknetze hat stetig zugenommen, und in vielen Fällen können sie Multimegabit-Geschwindigkeiten liefern, die mit Heimbreitband vergleichbar sind. Aber es sind immer noch in erster Linie Geschäftsanwender, die sie wegen der Kosten der damit verbundenen Datenpläne kaufen, sagte er. In den USA bieten beispielsweise Sprint Nextel, Verizon Wireless und AT&T Mobility jeweils monatliche Pläne an, die 59,99 USD pro Monat für 5 GB Datennutzung kosten.

Allerdings sind die Preise für Laptop-Modems gesunken: Verizon bietet einen USB-Dongle für 29,99 US-Dollar mit einem Zweijahresvertrag an. Die großen PC-Hersteller verkaufen auch Laptops mit eingebautem 3G-Modem. Einige Netzbetreiber, wie etwa Vodafone in Europa, planen auch, mit 3G ausgestattete Laptops selbst weiterzuverkaufen.

Schließlich wird die wachsende Verfügbarkeit schneller Mobilfunknetze und Modems die Popularität von Wi-Fi-Hotspots beeinträchtigen, prognostizierte Shey. Der mobile Netzwerkkonsolidierer iPass bietet bereits Zugriff auf das 3G-Datennetzwerk von Sprint sowie den Zugang zu vielen Wi-Fi-Hotspots.

Einige Netzbetreiber prüfen die Alternative von 3G-Telefonen, die über USB oder Bluetooth mit Laptops verbunden sind. Sprint hat beispielsweise kürzlich seine Tarife für den Tethered-Zugang gesenkt. Aber dieser Ansatz wird nur so weit gehen, glaubt Shey. Tethering entlädt den Akku des Mobilteils und kann dazu führen, dass Kunden seltener telefonbasierte Dienste nutzen, was den Anreiz des Netzbetreibers verringert, diesen Ansatz voranzutreiben, sagte er.

Ein Nachteil eines PC-basierten Modems ist die Sorge, für die Lebensdauer des Laptops an einen bestimmten Träger gebunden zu sein. Aber diese Sorge ist laut Shey jetzt weniger geworden. Multimode-Radios, nämlich der Qualcomm Gobi-Chipsatz, der jetzt in Notebooks von Hewlett-Packard und anderen auftaucht, geben Benutzern die Freiheit, von einem Netz eines Anbieters zum anderen zu wechseln. Zusätzlich zum Investitionsschutz ermöglicht die Flexibilität Benutzern, sich in anderen Ländern mit verschiedenen Arten von Netzen zu verbinden, beispielsweise wenn US-amerikanische CDMA-Benutzer (Code-Division Multiple Access) zu GSM-Märkten (Global System for Mobile Communication) in Europa reisen oder Asien.