Apple TV 4 – lohnt sich das für Schulen?

Apple TV 4 – lohnt sich das für Schulen?

Bislang habe ich keinen Artikel darüber gefunden, der mir hätte helfen können, diesen hier zu verfassen. Also versuche ich es mit einem “dynamischen” Artikel, den ich vermutlich immer mal wieder ergänzen werde. Die Frage, ob Schulen das neue Apple TV kaufen sollten, wurde bereits mehrfach an mich herangetragen. Bevor ich auf die wesentliche Neuerung eingehe, die Apple TV 4 mit sich bringt, nämlich die Installationsmöglichkeit von Apps, kann ich generell eins sagen: Alleine die Fernbedienung ist jeden Cent wert, denn das, was Apple vorher als Fernbedienung beilegte, raubte mir allzu oft den Nerv und fand ich absolut untragbar. Die neue ist astrein. Das Handling, die Eingabe von WLAN- Schlüssel, Suchanfragen, etc. funktioniert Klassen besser. Das alleine wäre eine Kaufentscheidung, wäre da nicht der ziemlich große Unterschied im Preis. Immerhin schlägt das neue ATV mit ca. 200 Euro zu Buche, wohingegen ATV3 zum Teil für 50 Euro angeboten wird.

Ich habe leider noch keine ATV4 im Schuleinsatz gesehen und auch keinerlei Erfahrungsberichte gelesen, die darauf schließen könnten, dass die hier und da auftretenden Probleme bei sehr vielen eingesetzten Geräten behoben sein könnten. Hierbei muss ich sagen, dass ich diese in meinem Unterricht nie hatte. Warum also sollten Schulen die neue Version kaufen? Die Antwort ist einfach, wegen der Apps, die nun direkt auf das Gerät geladen werden können. Apple bietet im Store auch bereits eine Kategorie “Bildung”, die allerdings noch sehr US geprägt und vor allem auf den Grundschulbereich ausgerichtet ist. Kurzum, ich habe dort wenig Brauchbares bisher gefunden. Welche Apps es allerdings bereits gibt, sind die Mediatheken wie ARTE, Galileo, ZDF, ARD usw. – direkter Zugriff also direkt über ATV. Besonders bei schwachem WLAN bietet sich hier nun die Möglichkeit, das Gerät direkt über LAN zu verbinden und so eine stabile Übertragung zu gewährleisten. Darüber hinaus sind natürlich YouTube und Vimeo als Apps bereits auf dem Markt, die somit ebenfalls mit deutlich besserer Performance genutzt werden können. Für mich hat sich YouTube in den letzten Jahren als Quelle Nummer 1 heraus kristallisiert, sei es für Erklärvideos, Geschichte oder auch meinen Englischunterricht. An ganz besonderer Bedeutung auch im Bildungsbereich dürfte allerdings das große Angebot an Streaming- Apps gewinnen, mit denen schuleigene Server angesteuert werden können. Neben Plex (der Referenz auf dem Markt, die allerdings eine Installation eines Plex Servers bedingt) sind hier Infuse und besonders der VLC Player zu nennen. Ich habe alle drei auf dem ATV wie auch auf meinem iPad installiert und tendiere beim Hausgebrauch mehr und mehr zu den Lösungen direkt auf dem Apple TV. Tatsächlich gewinnt das Gerät wieder zunehmend bei mir an Bedeutung. Der VLC Player wird hinlänglich bekannt sein und bietet weiterhin den Komfort, nahezu alle Videoformate sowie Audioformate abzuspielen. Da es hier keine Einheitlichkeit geben wird, ist genau das so wichtig. Der VLC Player gehört auf jedes ATV, das steht fest. Man kann Laufwerke oder Ordner so freigeben, dass der VLC Player sie als Standard auswählt und so können die gesammelten Schulmedien von allen Kollegen direkt genutzt werden. Es gibt eine Vielzahl weitere Apps aus diesem Bereich, die ähnlich arbeiten, teilweise Fotos noch darstellen, wie es FilebrowserTV tut. Auch ganz nett, die App, allerdings kann man Fotos irgendwie genauso gut, wenn nicht besser, via Airplay darstellen. 😉

Wir stehen hier gerade komplett am Anfang der Entwicklung des Angebotes, da bin ich sicher. Apple hat das Gerät deutlich interessanter gemacht und auf den Markt reagiert. Ich bin gespannt auf das, was sich in den nächsten Wochen und Monaten hier tun wird.

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