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MPAA-Klagen erweitern den Krieg gegen illegalen Dateihandel

NachrichtenTablets 23. Februar 2006 16:00 PST

Die Motion Picture Association of America (MPAA) hat ihren rechtlichen Angriff auf Urheberrechtsverletzungen ausgeweitet und sieben Klagen vor US-Bundesgerichten gegen Suchmaschinen und Nachrichtengruppen eingereicht, die mit P-to-P (Peer-to-Peer)-Netzwerken verbunden sind.

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Die Klagen sind die ersten, die die MPAA gegen diese Art von Websites eingereicht hat, die möglicherweise keine urheberrechtlich geschützten Filme speichern, aber Anweisungen zum Herunterladen enthalten, teilte die Branchengruppe am Donnerstag mit. Laut MPAA handelt es sich bei den Websites um anspruchsvolle Unternehmen, die Menschen dazu ermutigen, Inhalte illegal herunterzuladen.

Einige der Websites suchen nach Inhalten auf weit verbreiteten P-to-P-Plattformen wie eDonkey und BitTorrent. Dazu gehört TorrentSpy.com, die laut MPAA die beliebteste Website zum Abrufen von Inhalten mit Torrent-Software ist. Die Seite bietet 160.000 Filme, Lieder und Fernsehsendungen, teilte die MPAA mit.

Eine flüchtige Suche auf TorrentSpy.com am Freitag enthüllte die neue Filmveröffentlichung Walk the Line über das Leben des Country-Musikstars Johnny Cash, zusammen mit einem Torrent oder einem Stück Metadaten, das einem Download-Programm anweist, wo die Datei zu empfangen ist. Die Installationshinweise lauten: Burn and See – Viel Spaß!

Letzte Woche wurde ein 25-jähriger Mann in den USA wegen Urheberrechtsverletzung angeklagt, nachdem MPAA-Beamte ihn in einem Chatroom dazu gebracht hatten, Walk The Line auf einem von ihnen eingerichteten geschützten Server zu veröffentlichen. Die Kopie des Films war für einen Oscar-Preisträger bestimmt, der sie nicht per Post erhalten hatte.

Andere verbundene Unternehmen des Torrent-Netzwerks, gegen die sich die Klagen richten, sind Isohunt.com, BTHub.com, Torrentbox.com und NiteShadow.com. Die MPAA verklagte auch Ed2k-It.com, das mit eDonkey verbunden ist, und drei auf Mitgliedschaft basierende Websites: NZB-Zone.com, BinNews.com und DVDRs.net, hieß es.

Unabhängig davon haben die Schweizer Behörden am Mittwoch den Betreiber von Razorback2, einem der wichtigsten Indexierungsserver für eDonkey, festgenommen, während die belgische Polizei seine Hardware an einem Standort in der Nähe von Brüssel beschlagnahmt hat. Die Abschaltung hatte jedoch nur geringe Auswirkungen auf den Netzwerkverkehr, da mehr als 300 Indexserver aktiv blieben, sagten Experten.