Snapdrop – Eine webbasierte Alternative zu Airdrop

Snapdrop – Eine webbasierte Alternative zu Airdrop

Nach 5 Jahren Arbeiten mit dem iPad gibt es nicht mehr allzu viele “Wow- Momente” bei der Neuerscheinung von Apps und Diensten. Einer dieser seltenen Momente allerdings kam kam mir gestern via Twitter auf den Bildschirm, und nennt sich Snapdrop. Snapdrop ist keine App, sondern lediglich über snapdrop.net zu erreichen. Was man vorfindet ist eine Oberfläche, die dem iOS/ OS X- Dienst AirDrop optisch ähnelt. Nur es ist von der Idee her besser! In meiner Schule beispielsweise verfügen wir noch über 28 Leihgeräte des Typs iPad 2, die gar nicht über AirDrop verfügen und mit denen man keinen Dateitransfer dieser Art durchführen kann. Alternativdienste wie Instashare erzielten aufgrund sehr langsamer Übertragungsraten keine guten Resultate. Mit Snapdrop kann diese Brücke nun geschlossen werden.

Snapdrop

Öffnet man Snapdrop in einem Browser (html 5 sorgt für die reibungslose Nutzung auf allen Plattformen), findet er innerhalb von Sekunden alle Geräte, die ebenfalls snapdrop.net geöffnet haben und im selben Netzwerk sind. Ich habe es mit iOS und OS X hier zuhause versucht und es klappte super. Dieser Artikel sollte eigentlich aber auch dazu dienen, Snapdrop als das Bindeglied zwischen den verschiedenen Betriebssystemen zu präsentieren, da ALLE Geräte, die über einen Browser verfügen, so eigentlich Dateien untereinander versenden können sollen, so sagt es die Artikelbeschreibung. Mein Android- Testgerät allerdings erscheint auch nach zweimaligem Neustart NICHT. Ein weiterer Rückschlag auf meinem ehrlichen Versuch, BYOD als ernsthafte Option in Klassenräumen zu erwägen. Egal, dann eben mit den mir bekannten Betriebssystemen weiter, vermutlich klappt es bei allen anderen Testern besser. 

Ich korrigiere, mein Androidversuch klappte auf dem vorinstallierten Browser (keine Ahnung, wie der heißt) nicht. Mit Chrome ging es genauso schnell und zuverlässig wie mit Safari. Der Entwickler, Robin Linus, wies mich in den Kommentaren hier daraufhin und ich gab der Sache eine zweite Chance. Danke dafür! Somit IST Snapdrop ein großartiger Schritt, verschiedene Betriebssysteme miteinander zu vereinen deren Dateiaustausch zu übernehmen. Ob mich das nun von BYOD überzeugt, sehe ich noch nicht, von dem Angebot Snapdrop umso mehr. 😉 Danke, Herr Linus!

Man tippt nun auf dem iPad/ iPhone auf das Gerät, dem man etwas schicken möchte und es öffnet sich ein Menü mit den bekannten Optionen (Zugriff auf Foto und Video, Zugriff auf iCloud…) aber hier kann man noch mehr herausholen. Ich kann alle anderen Cloud- Dienste anbinden und habe nebenbei die Möglichkeit, auf lokal gespeicherte Dateien (z.B. in Documents) zu zu greifen. Mehr brauche ich für meinen Workflow nicht. Auf einem Notebook/ PC kann man natürlich auf alle Dateien einfach zugreifen und diese versenden.

Unknowns

Auf dem empfangenen Gerät muss noch die Annahme bestätigt werden, fertig.

Snapdrop 2

Es gibt keine Größenlimitierung bei den versendeten Files und die Geschwindigkeit meiner Tests (Videos mehrerer Hundert MB) waren beeindruckend. Die Geräte sind mittels eines peer to peer- Protokolls verbunden und dadurch, dass es ein Open Source- Projekt ist, sollte eigentlich auch kein Zugriff auf die versendeten Dateien vorliegen. Hier allerdings berufe ich mich auf andere Quellen.

Comments ( 11 )

  • Pingback:Snapdrop – Eine webbasierte Alternative z...

  • Hallo!
    Ich bin der Snapdrop Entwickler. Danke fürs Teilen!
    Darf ich fragen, welchen Browser sie unter Android verwendet haben?
    Eigentlich sollte es unter Android mit Chrome sogar noch schneller funktionieren…

    Viele Grüße,
    Robin Linus

    • Robert

      wo ist snapdrop jetzt ich möchte es benutzen aber es ist nicht da

      • Hofmann

        es sieht so aus als sei sie der DSGVO zum Opfer gefallen…

  • Hofmann

    Hallo

    toll, dass Sie sich melden. Es ist ein htc und ich habe den vorinstallierten Browser genommen. hbe es nun noch einmal versucht und leider klappt es wieder nicht. 🙂
    Da ich vermute, dass dies noch geklärt wird und bereits schwer begeistert bin, möchte ich ein großes Lob aussprechen für die Umsetzung dieser (nicht nur schulisch) grandiosen Idee.

  • Hofmann

    Ich habe es !! Mit Chrome geht es prima! Es war dieser olle vorinstallierte Browser. Cool: ich werde gleich eine Ergänzung schreiben.

  • Thomas Maxara

    Eben ausprobiert. Funktioniert toll! Danke, Robin Linus.
    An die iOS Experten: warum kann man Documents als Datenligeranten auswählen, GoodReader jedoch nicht…

  • Andreas

    .Gute Frage, Thomas. Hab ich auch nicht verstanden. Tat mir aber nicht weh, weil ich eh Documents nutze Oh, der Egoismus. 😉

  • Hallo.

    Jetzt habe ich in einer Gruppe 30 Leute (SuS) mit $os in einem Netz, die alle $browser nutzen. Wie kann man denn wissen, wem man die Datei schickt. Bei meinen Versuchen steht immer nur “Mac Chrome” oder “Windows Firefox”.

    Ivo

  • Arne

    Das sieht spannend aus! Bei meinem Test wurde die Datei auf dem Weg von meinem Firefox Browser unter Windows zu meinem iPhone (beide im gleichen Netz) jedoch nicht wie erhofft direkt zwischen den beiden Geräten ausgetauscht, sondern mit dem Umweg über das Internet. Somit war meine Uploadgeschwindikeit der (deutlich zu enge) Flaschenhals…

  • Pingback:Vidyo – Screencasting direkt auf dem iPad (der frühe Vogel fing den Wurm…) | tablets.schule

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